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Evangelische Gemeindestiftung Tailfingen

Die Gemeindestiftung lädt am 24. April 2015 zu einem Vortrag von Dr. Günther Beckstein ein.

Der Bayerische Ministerpräsident a.D. Dr. Beckstein wird bei uns in Tailfingen einen Vortrag halten. Günther Beckstein kam im fränkischen Hersbruck zur Welt. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft in Erlangen und München wurde er 1975 in Erlangen promoviert. Von 1974 bis 2013 gehörte er dem Bayerischen Landtag an. 1988 bis 1993 war er Staatssekretär im Bayerischen Innenministerium und von 1993 bis 2007 Innenminister von Bayern. Im Jahr 2007 wurde er zum Bayerischen Ministerpräsidenten berufen. Er bekleidete als erster evangelischer Christ und erster Franke dieses Amt bis 2008.

Stets war Beckstein in der Kirche engagiert. Er gehört dem CVJM an und war viele Jahre im Kirchengemeinderat. Seit 1996 ist er Mitglied der Landessynode in Bayern und seit 2009 Vizepräses der Synode der evangelischen Kirche Deutschland.

Dr. Günther Beckstein ist seit 1973 verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Er wohnt seit vielen Jahren in Nürnberg-Langwasser und führt eine Anwaltskanzlei. Als Zeichen der Wertschätzung wurde ihm 2014 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Nürnberg verliehen.

Wir dürfen uns auf einen interessanten Vortrag freuen, was ich mit Überzeugung sagen kann, da ich Dr. Beckstein schon seit meiner Studentenzeit in Erlangen als Mitglied der gleichen Studentenverbindung kenne.

Dr. Konrad Engelhardt

Foto: Flügelwesen/Photocase.com

Foto: Flügelwesen/Photocase.com

Foto: Flügelwesen/Photocase.com

Wir haben ein neues Projekt: die Gründung einer Stiftung. Die Stiftung soll mithelfen, dass bei uns in Tailfingen Gemeindearbeit möglich bleibt und Schwerpunkte gesetzt werden können. Der Kirchengemeinderat hat nach einigen Überlegungen nun beschlossen, diesen Schritt zu machen und möchte Sie deshalb um Mithilfe bitten, dieses große, bedeutende Unterfangen in die Tat umzusetzen. Was hat uns nun dazu bewogen?

Was ist eine Stiftung?
So nennt man das Ansammeln von Finanzmitteln zu einem Vermögensgrundstock. Dieses Vermögen soll nicht angetastet werden. Das gegebene Stiftungsvermögen darf nicht verbraucht werden; allein die Erträge dienen dazu, den Stiftungszweck zu erfüllen.

Welche Erträge hat eine Stiftung?

Der Vermögensgrundstock einer Stiftung wir im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften ertragreich und sicher zugleich angelegt und erbringt Zinsen. Die daraus resultierenden Erträge werden Jahr um Jahr für unseren Stiftungszweck verwendet. Denn eine Stiftung wird nicht mehr aufgelöst. (Die Stiftung Augustenhilfe Albstadt existiert seit 1840, im Bereich unserer Landeskirche gibt es Stiftungen, die über hunderte von Jahren zurückgehen). Stiftungen überstehen Krisenzeiten und Niedrig-Zins-Phasen!

Was ist der Unterschied zwischen Spende und Stiftung?

Eine Spende muss zeitnah und in der Regel gänzlich verwendet werden. Man will etwas Gutes tun, praktische Nächstenliebe üben, anderen helfen und zwar so, dass die Spende im Sinne der eigenen Überzeugungen wirkt. Stiftungsgelder hingegen bleiben auf Dauer erhalten. Nur die Erträge aus dem Vermögen werden verwendet.

Kann man für die Stiftung spenden?
Selbstverständlich ist es möglich, für den Stiftungszweck, die Förderung der Gemeindearbeit in Tailfingen, eine Spende zu geben. Man sollte nur festlegen, ob die Spende in den Vermögensgrundstock einfließen soll oder unmittelbar dem Förderzweck zugutekommen soll.

Und wer ist nun ein Stifter / eine Stifterin?
Das sind Menschen, die mit ihrem Vermögen Bleibendes schaffen wollen. Für unsere Stiftung erbitten wir einen Mindest-Stiftungsbetrag von 2.000 Euro. In der Gesamtheit soll ein Betrag zusammenkommen, mit dem unser Anliegen, die Jugend- und Seniorenarbeit zu fördern, bis in die Nachwelt hinein gestärkt und gesichert werden kann.

Was ist der Stiftungszweck?

Unsere Gemeinde soll auch in Zukunft ein Ort der Hoffnung sein, so wie sie das für Generationen in den vergangenen Jahrhunderten gewesen ist. Wir wollen uns kümmern um die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen und engagieren für die Gemeinschaft mit den Senioren und unter den Generationen. Um dies zu verwirklichen, muss heute schon etwas geschehen. Die Gemeindestiftung ist eine Investition in die Zukunft!

Was sind die ersten Ziele?

Mit den ersten Erträgen aus der Gemeindestiftung möchten wir die Waldheimarbeit fördern. Gemeinsame Ferien von Kindern, körperliche und geistliche Erholung, sind die besondere Herausforderungen unserer Zeit. Dazu kommt die Finanzierung einer Stelle im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres. Ein Mittagstisch als zentraler Treffpunkt unter den Generationen ist bereits in den Anfängen und soll ausgebaut werden.

Bis wann soll das geschehen?
Die Gemeindestiftung Tailfingen wurde am 22. Februar 2013 in der Pauluskirche zu Tailfingen mit einem Volumen von 141.000 Euro feierlich gegründet. 

Wie geht es weiter?
Unser Traum ist, dass die Stiftung einmal eine Hauptamtliche Kraft finanzieren kann. Ob wir das bis in 8-10 Jahren schaffen? Ist dieses Vorhaben nicht zu groß, zu eilig, zu vermessen? Nein! – freilich ohne die Mithilfe aller ist es in der Tat nicht zu schaffen. Unsere Kirchengemeinde lebt seit Menschengedenken aus der Treue und dem Engagement ihrer Mitglieder. Wir sind einander verbunden im Gebet im Tun und im Geben. Das zeigt sich im ehrenamtlichen Mitmachen, in der Kirchensteuer, in geschenkter Zeit, in Sach- und Geldspenden. Wir brauchen weiter Ihre Unterstützung: wo Vermögen Hoffnung spendet, stiftet es auch Sinn. In Folge des Evangeliums. Weit über die eigene Zeit hinaus. Damit die Kultur der Liebe stärker ist als die Macht der Gleichgültigkeit.

Sind Zuwendungen steuerlich absetzbar?
Stiftungen sind steuerbegünstigt, Zuwendungen können bis zu 20 Prozent der Gesamteinkünfte steuermindernd geltend gemacht werden. Die Gesetzgebung sieht weitere Möglichkeiten der Steuervergünstigung vor. Finanzielle Mittel, die der Gemeindestiftung gegeben werden, sind schenkungs- bzw. erbschaftssteuerfrei.

Wer verwaltet und kontrolliert die Evangelische Gemeindestiftung
Tailfingen?
In der Satzung ist festgelegt: Die Gemeindestiftung ist rechtlich unselbständig, d.h. der Kirchengemeinderat führt die Stiftung und setzt einen fünfköpfigen Stiftungsbeirat ein, der über die Verwendung der Mittel beschließt. Das Vermögen der Stiftung wird ausgewiesen nach den Vorschriften der Haushaltsordnung der Ev. Landeskirche in Württemberg. Die Organe der Landeskirche kontrollieren das Vermögen und die sichere Anlage der Stiftungsgelder.

Ich finde das gut, was muss ich tun?
Sie werden einfach Sinnstifter. Im Gemeindebrief ist eine Karte beigelegt, die in aller Kürze zusammenfasst, worum es bei unserer Gemeindestiftung geht, dass Zukunft wachsen soll für die Gemeinde und für die Menschen in Tailfingen. Bitte melden sie sich – wir haben eine ausführliche Broschüre zusammengestellt, die wir Ihnen gerne vorbeibringen würden. Wir möchten Ihnen gerne auch im Detail erläutern, was unser Vorhaben ist und wie wir es gestalten wollen. Dann können Sie entscheiden, ob es auch für Sie passt, auf diese Weise am „gemeinsamen Ort der Hoffnung von und mit Menschen“ mitbauen zu wollen.

Pfarrer Thomas Elser


Satzung der Evang. Gemeindestiftung Tailfingen


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